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Bürgerschaftliches Engagement | 19.07.2011

AWO Oberbayern ehrte Karina Werner für ihr vorbildliches soziales Engagement

Bei einem feierlichen Festakt fand im historischen Saal des alten Rathauses in Fürstenfeldbruck gestern die Verleihung der höchsten Ehrenmedaille der oberbayerischen AWO an Karina Werner (1. Bild Mitte), Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck, statt. Die Festlichkeit wurde von der Gruppe „Brassta la Vista“ musikalisch umrahmt.

Ulrich Schmetz (1. Bild rechts), 3. Bürgermeister Fürstenfeldbrucks, begrüßte sehr herzlich die geladenen Gäste und freute sich, dass die Kreisstadt durch die Sozialreferentin Maria Röhl vertreten war. Stolz wies er auf das Mehrgenerationenhaus der Stadt Fürstenfeldbruck hin, in dessen Räumlichkeiten auch viele soziale Angebote des AWO-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck untergebracht seien.

In ihrem Grußwort unterstrich die stellvertretende Landrätin Gisela Schneid (2. Bild links) das überdurchschnittliche Engagement von Karina Werner und dankte ihr insbesondere für Ihren Einsatz bei sozialen Aufgaben und Problemen der Bürger/-innen im Landkreis Fürstenfeldbruck. „Obwohl Ihr Ehrenamt als Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt, kämpfen Sie in den verschiedensten Arbeitskreisen im Landratsamt für die Ziele der AWO. Mit Ihrer Fachkompetenz und Ihrer langjährigen Erfahrung bereichern Sie die Arbeit aller Organisationen“, sagte die Vize-Landrätin. Rückblickend erzählte sie, dass Karina Werner noch einige langjährige Mitarbeiterinnen des Landratsamtes kennen. „In einem VW-Bus, vollgeladen mit Spielzeug und sonstigen Materialien, durften die damaligen Auszubildenden im Landratsamt mit Ihnen als „Rollender Kindergarten“ in die einzelnen Gemeinden des westlichen Landkreises fahren. Bereits vor 35 Jahren haben Sie wichtige Pionierarbeit zur Förderung unserer Kinder geleistet und zugleich den Verwaltungslehrlingen des Landratsamtes Erfahrungen in der Betreuung von fremden Kindern ermöglicht“, schilderte Gisela Schneid. Als Geschenk überreichte sie einen Blumenstrauß und eine selbstgemachte italienische „Limoncello a la Casalinga“ von Landrat Thomas Karmasin.

Kathrin Sonnenholzner MdL(1. Bild links) , stellvertretende Vorsitzende des oberbayerischen AWO-Bezirksverbandes,  übernahm gerne die Laudatio. Sie erinnerte daran, dass Karina Werner 1995 von ihrem Vater den ehrenamtlichen Vorsitz übernahm und der AWO Kreisverband Fürstenfeldbruck damals schon ein „erfolgreiches Familienunternehmen der AWO“ gewesen sei. In den nachfolgenden 16 Jahren sei viel passiert, wie beispielsweise der Ausbau des 1972 gegründete „Mobilen Sozialen Dienstes“, der die häusliche Pflege älterer und behinderter Menschen gewährleiste und im Landkreis zu einer bekannten und viel gelobten Einrichtung wurde. „Karina Werner und ihr Pflegeteam könnten stolz darauf sein, dass der ambulante Dienst im September 2010 bei einer unangemeldeten Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit einer glatten 1 bewertet wurde und damit zu den Besten in ganz Deutschland zählt“, so die Laudatorin. Täglich nehme sich die AWO-Kreisvorsitzende Zeit, um die Arbeit vor Ort persönlich zu kontrollieren. Eine 40-Stunden-Woche sei deshalb für sie keine Seltenheit. Einer der Gründe, dass sich der „Mobile soziale Dienst“ so erfolgreich entwickelt habe, sei ihrem breitem professionellen Hintergrund als gelernte Erzieherin, Krankenschwester und Absolventin der Ausbildung zur  „Sozialmanagerin für Nonprofit-Organisationen“ Ende der 90er Jahre zu verdanken. Gerade einmal 6 Mitarbeiter hatte der Kreisverband Fürstenfeldbruck 1995. Seitdem sei die Mitarbeiterzahl auf 70 angewachsen.

Die seien natürlich nicht alle beim „Mobilen Sozialen Dienst“ beschäftigt, sondern überwiegend bei den Familien- und Jugendhilfen der AWO, einer weiteren Einrichtung des Kreisverbandes Fürstenfeldbruck, betonte Kathrin Sonnenholzner. Auch hier habe sie mit ihrem Team im Laufe der Jahre unter dem Dach der Einrichtung ein sehr umfangreiches Leistungsangebot von kinder- und jugendbezogener Hilfen entwickelt. Zu diesen gehören beispielsweise die Erziehungsbeistandsschaften, das sozialpädagogisch betreute Wohnen, die mobile Familienberatung, die sozialpädagogische Familienhilfe und der boomende Bedarf der Jugendsozialarbeit an Schulen.

Die Laudatorin erläuterte weiter, dass der Stadtrat im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ im Jahr 2004 der AWO die Trägerschaft für das Quartiersmanagement - die soziale Beratung und die interkulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Fürstenfeldbruck – übertragen habe. Auch baute der AWO-Kreisverband Fürstenfeldbruck eine interkulturelle Lernstube für Mütter und Kinder mit Migrationshintergrund aus, da der Dialog untereinander zur Integration sehr wichtig sei. Seit 2008 sei der AWO-Kreisverband Träger der Mittagsbetreuung an allen Grundschulen der Gemeinde Gröbenzell. Und seit diesem Jahr gäbe es auch noch das „Cafe Memory“. Das neue Altenhilfe-Projekt betreue im Veranstaltungsraum der AWO-Geschäftsstelle einmal in der Woche Seniorinnen und Senioren, damit die Angehörigen für ein paar Stunden entlastet werden und etwas erledigen können.
Bevor Kathrin Sonnenholzner die Urkunde und Bezirksverbandsmedaille überreichte und gratulierte, sagte sie abschließend: „Karina Werner zeichne sich zusätzlich noch aus, dass sie gerne den direkten Draht benützt, um Probleme anzusprechen oder notwendige  soziale Angebote vorzuschlagen. Dazu ist sie bestens vernetzt mit anderen sozialen Einrichtungen und Organisationen.“

Abschließend bedankte sich Karina Werner für die Ehrung und insbesondere bei  Schwester Olga, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Ortsvereins-Vorsitzenden und dem AWO Bezirksverband Oberbayern für ihre hilfreiche Unterstützung, denn ohne diese wäre der AWO-Kreisverband nicht das geworden, was er heute sei. Ihr besonderer Dank ging aber an die Familie, die ihr stets den Rücken freihalte, damit sie die Aufgaben und Herausforderungen überhaupt bewältigen könne.